Es begann in Brügge. Die erste Börse der Welt öffnete ihre Tore im Jahr 1409 in Brügge. Sie wurde nach der Kaufmannsfamilie van der Buerse benannt.

1540 entstanden die ersten deutschen Börsen in den zu damaliger Zeit wichtigsten Handelszentren Nürnberg und Augsburg, dem Sitz der Familie Fugger.

1554 folgte die Londoner Börse (Royal Exchange).

Amsterdam war wichtigste Börse

Zum wichtigsten Börsenstandort in jener Zeit entwickelte sich jedoch Amsterdam.

Dort wurde etwa ab 1602 die wahrscheinlich erste Aktie der Welt gehandelt, das Wertpapier der Niederländischen Ostindischen Kompagnie. Dort ereignete sich auch der allererste Börsencrash.

Zum ersten in Dokumenten festgehaltenen Börsencrash kam es 1720. Er wurde ausgelöst durch zu hohe Staatsschulden in England.

Dadurch kam es zu einer Überbewertung der South Sea Company, weil ein Teil der Staatsschulden in Aktien dieser Gesellschaft umgewandelt wurde.

Erster Handel deutscher Aktien in Berlin

Die ersten deutschen Aktien wurden 1756 in Berlin gehandelt und im Jahre 1820 begann der Aktienhandel in Frankfurt, heute eine er wichtigsten Börsen der Welt.

1840 gab es in Deutschland den ersten Börsenboom, ausgelöst durch den großen Geldbedarf für den Eisenbahnbau.

Die New Yorker Börse (Stock Exchange) öffnete 1792 ihre Tore.

Die wohl erste tiefgreifende Krise erlebte die heute wichtigste Börse der Welt 1873, als mehrere Eisenbahngesellschaften zahlungsunfähig wurden, und es in New York zur ersten Börsenschließung der Geschichte kommt.

Schwarzer Freitag & Montag in New York

Auch der größte Börsencrash in der Geschichte des Aktienhandels begann in New York.

1929 ereignete sich der „Schwarze Freitag“. Der Dow Jones Index fällt in den folgenden 3 Jahren um 900 %. Alle Börsen geraten mit in den Abwärtsstrudel.

Der Schwarze Freitag war Auslöser der Weltwirtschaftskrise.

1987 im Oktober gab es dann den „Schwarzen Montag“.

Der überhitzte Markt in New York brach zusammen. Die Aktien fielen innerhalb weniger Wochen um 25 %. Die Auswirkungen waren weltweit.

Durch die kluge Politik der amerikanischen Notenbank FED konnte die Krise aber bald überwunden werden.

Das Computerzeitalter begann 1971

1971 hielt der Computer Einzug in die Börsenwelt.

In New York wird die National Association of Deales Automated Quotation System kurz NASDQ gegründet.

1997 folgte Frankfurt mit der Einführung von Exchange Electronic Trading, bekannt als Xetra.

Gegenwärtig werden die Börsengeschäfte ganz überwiegend computergestützt abgewickelt. Neue Technologien machen es professionellen Brokern aber auch Privatpersonen möglich, Aktien zu Echtzeitkursen an allen wichtigen Börsenplätzen der Welt zu handeln.

Selbst kleinste Kursunterschiede an den verschiedenen Börsen können zur Spekulation genutzt werden.

Dadurch werden die Ertragschancen erhöht, aber auch die Verlustrisiken steigen.

Insgesamt wird der Markt durch die neuen Techniken volatiler.

Auf Krisensituationen reagieren Kurse schneller als früher, und dadurch steigt das Risiko spektakulärer Kurseinbrüche.